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	<title>aus den schulen Archives - Empathie macht Schule</title>
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	<title>aus den schulen Archives - Empathie macht Schule</title>
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		<title>&#8222;Am allerliebsten wäre mir, wenn Empathie macht Schule auf Bundesebene eingeführt würde.&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[empathie macht schule.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Apr 2024 11:42:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Erlebnisse mit dem Schulprojekt aus der Perspektive eines Elternteils Als mein Sohn fünf war, habe ich mich erkundigt, welche Arten von Schulen in unserer Nähe und auch außerhalb des Einzugsgebiets [&#8230;]</p>
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<p>Erlebnisse mit dem Schulprojekt aus der Perspektive eines Elternteils </p>



<p>Als mein Sohn fünf war, habe ich mich erkundigt, welche Arten von Schulen in unserer Nähe und auch außerhalb des Einzugsgebiets sind. Ich war auf der Suche nach einer&nbsp; Schule für unseren Sohn, die nicht so starr ist, wie ich es aus meiner Schulzeit kenne. Die Lehrer stehen vorne und die Kinder müssen zuhören. Und es wird viel über Disziplin und Strafen beschult. Das passt einfach nicht zu dem, wie wir hier zu Hause leben.&nbsp;</p>



<p>Bei der Recherche bin ich auch auf die Grundschule am Gutspark gestoßen. Auf der Webseite hat nicht sofort das Wort Empathie in <em>Empathie macht Schule </em>angesprochen. Ich dachte: Das ist es. Und nachdem ich mir neugierig alles über das Schulprojekt bis zum Ende durchgelesen habe, war klar: das ist meine Wunschschule.</p>



<p>Als ich groß wurde, haben die Erwachsnen bestimmt, was richtig und falsch ist. Gefühle, die positiv waren, wie Fröhlichkeit, waren erwünscht, aber wenn ich unruhig war, hat mir das immer Ärger eingebracht. Das schönste ist für mich heute als Mutter zu erleben, dass Schule anders sein kann. Dass Kinder aufmerksam sein können, wenn man sie nicht anschreit,&nbsp; wie in meiner Schulzeit, oder damit droht: „Wenn es hier nicht still ist, dann schreiben wir jetzt einen Test!“ Dass sich Kinder wohl fühlen und gerne lernen, wenn man sich als Erwachsener erstmal fragt: „Was ist denn hier gerade eigentlich wirklich los? Auch bei mir.“ Und wenn dann erst entsprechend gehandelt wird. Wenn ich mir überlege, wie klein die Kinder noch sind, wenn sie in die Schule gehen. Das ist doch klar, dass sie auch mal aufgeregt oder unruhig sind. Ich freue mich sehr, dass mein Sohn diese Erfahrung macht. Dass er ernst genommen und gesehen wird und die Klassenlehrerin sich in seine Perspektive hinein versetzen kann.&nbsp;</p>



<p>In der ersten Klasse kam mein Sohn zum Beispiel immer ganz aufgeregt nach Hause und hat erzählt, dass sie heute auf die Stühle geklettert sind. Und ich dachte, toll, das steht nicht nur auf der Webseite, sondern das Programm wird auch umgesetzt. Ich war dann auch bei den Eltern-Kind-Nachmittagen, die angeboten wurden. Ich wollte einen Einblick bekommen, was die Lehrer:innen so bei EMS lernen, ich wollte die Trainer:innen kennenlernen, Fragen stellen und mich mit den anderen austauschen, deren Kinder auch an der Schule sind.&nbsp;</p>



<p>Beim zweiten Mal war ich in einer Gruppe, in der vier sehr wilde Jungs waren. Ich habe versucht einfach ganz ruhig zu bleiben. Wenn einfach mal so einfach wäre. Ich habe mich auf meinen Atmen konzentriert und meine Aufmerksamkeit auf das, was vermittelt wurde gelegt, anstatt auf die Jungs. Als ich das den Trainer:innen rückgemeldet habe, haben sie gesagt, dass wir dann mal eine Übung machen und sehen werden, ob die Jungs dabei ruhiger werden. Und sie haben hinzugefügt, dass das vielleicht aber auch nicht klappt. Das was sehr wertvoll für mich. Das zu akzeptieren was gerade da ist. Und kein bestimmtes Ziel zu verfolgen und zu denken, das ich „es“ nicht geschafft habe, für Ruhe zu sorgen. Denn, ja, vielleicht klappt etwas, vielleicht auch nicht. Wenn seitdem bei uns zu Hause mal alles drunter und drüber geht, habe ich bemerkt, dass sich die Atmosphäre verändert, wenn ich mich entspanne. Anstatt meinem Impuls nachzugehen mich aufzuregen, schaffe ich dann ganz bewusst Abstand.&nbsp; Da wo ich gerade bin, mache ich ganz bewusst einen Schritt zurück. Richte mich auf und atme durch, so dass ich wieder klar denken kann.</p>



<p>Manchmal schlage ich meinem Sohn auch nachmittags vor, dass wir uns fünf Minuten auf den Boden legen und Gefühle fühlen. Oder ich lese mir eine der Übungen durch, die bei Empathie macht Schule auf der Webseite zu finden sind. Die Stuhlübung, von der mein Sohn erzählt hat, finde ich auch super. Sie schafft eine Verbindung zwischen uns, die anders ist, als wenn wir spielen. Aber die Übungen unterstützen mich auch, bei Begegnungen im sonstigen Alltag. Wenn ich weiß, dass sie für mich herausfordernd sind, denke ich an das was die Trainerinnen zu den Übungen mit den vier wilden Jungs gesagt haben. Ich mache mir klar, die Situation so zu nehmen wie sie ist, anstatt sie verändern zu wollen. Ich erinnere mich daran, den Anderen so nehmen wie er ist und dass ich in meiner Kommunikation klar bleibe. Ich frage mich bewusst vorher: „Was möchte ich?&#8220; Und achte während des Treffens darauf, das klar zu kommunizieren. Dass ich meine Atmung dabei immer als Tool zur Verfügung habe, um mich wieder zu erden, ist cool zu wissen.</p>



<p>Ich würde sehr gerne mal hören, wie es der Lehrer:in mit der Klasse geht, seit sie bei dem Schulprojekt dabei ist. Was hat sich für sie konkret verändert? Wie wendet sie das Gelernte an? Aber das liegt natürlich daran, dass ich daran einfach sehr interessiert bin. Ein Elternbrief, ein- oder zweimal im Jahr, würde da auch schon helfen, in dem sie uns Eltern an Ihrer Reflexion teilhaben lassen.&nbsp;</p>



<p>Ich wünsche mir jedenfalls, dass <em>Alle</em> diese Übungen machen, weil sie mich und meinen Sohn einfach immer wieder ins Gleichgewicht bringen. Auch wenn ein Tag mal nicht so stressig ist. Und ich würde mir wünschen, dass das Programm nach der wissenschaftlichen Evaluierung an anderen Schulen weitergeht. Am liebsten an allen Berliner Schulen. Dem Projekt, den Kindern, dem Schulpersonal und den Eltern wünsche ich jedenfalls von Herzen, dass es die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie weiter fördert, weil aus meiner Sicht, Schulen genau das brauchen. Und am allerliebsten wäre mir natürlich, wenn <em>Empathie macht Schule </em>auf Bundesebene eingeführt würde.</p>



<p>Das Gespräch führte Mona Kino.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img decoding="async" src="https://archiv.empathie-macht-schule.de/wp-content/uploads/2020/11/Mona-Kino-1-e1623691757505.jpg" alt="" class="wp-image-1866"/></figure>



<p class="has-light-gray-color has-text-color has-link-color has-small-font-size wp-elements-93f98294f91425b6e052fe6ad6855258">Mona Kino<br>Drehbuchautorin, Familientherapeutin &amp;<br>Pressereferentin bei Empathie macht Schule<br><br>Titelphoto:privat</p>
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		<title>Vertrauen bedeutet für uns: Zu sprechen</title>
		<link>https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/vertrauen-bedeutet-fuer-uns-zu-sprechen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[empathie macht schule.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Dec 2023 20:21:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alle beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[aus den schulen]]></category>
		<category><![CDATA[für eltern]]></category>
		<category><![CDATA[für fachkräfte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die stellvertretende Schulleiterin Annika Waldschmidt (re.) an der Sachsenwald Grundschule über ihre Erfahrungen mit den Kolleg:innen im Fish-Bowl Setting Die Idee, die Fishbowl-Methode an unserer Schule auszuprobieren, ist letztes Jahr [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die stellvertretende Schulleiterin Annika Waldschmidt (re.) an der Sachsenwald Grundschule über ihre Erfahrungen mit den Kolleg:innen im Fish-Bowl Setting </p>



<p>Die Idee, die Fishbowl-Methode an unserer Schule auszuprobieren, ist letztes Jahr in Dänemark entstanden. Wir waren dort, um uns anzusehen, wie das Thema <em>Empathietraining</em> in den dänischen Schulen und der Lehrer:innenausbildung implementiert wird. </p>



<p>Die Projektleiterinnen, Helle Jensen und Christine Ordnung, hatten uns bei dieser Reise von einem Traum erzählt, den sie in sich trugen: „Wir würden gerne mal in strukturierter Form, der Fishbowl Methode, probieren, euch, die Schulleitung, mit dem Personal zusammen in einen offenen Austausch über die Werte zu bringen, die ihr für die Schule verfolgt. Zu hören, wo und wann wird es auch mal schwer?“&nbsp;</p>



<p>Allen, denen ich davon erzählt habe, haben gesagt: „Ihr seid ihr verrückt, ihr werdet da auseinander genommen&#8230;ihr seid danach am Boden&#8230;.was, wenn da was kommt, was euch verletzt?“ Ich hatte jedenfalls schon ein bisschen Manschetten. Und dachte: „Oh Mann, kann ich das alles so mitnehmen?“ Helle und Christine haben uns dafür angeboten, dass sie hinterher noch da bleiben, falls das so sein sollte. </p>



<p>An dem Tag, als das Treffen stattgefunden hat, waren wir freudig aufgeregt. Für uns war das das erste Mal in unserer Arbeitszeit, dass wir offen mit den Kolleg:innen über unsere Werte gesprochen haben. Und auch die Reaktionen von ihnen darauf zu hören. Hören die Kolleg:innen da etwas ganz Neues? Wo sehen sie bei unserer Arbeit und unseren Werten Schwierigkeiten? Und: Hoffentlich machen wir das auch so! Bin ich wirklich so verlässlich und transparent, wie ich denke? </p>



<p>Zuerst waren Konny, die Schulleiterin und ich mit Helle in der Mitte eines Stuhlkreises, wo Helle die Idee allen vorgestellt hat, die um uns herumsaßen. Wir waren sozusagen im Innenkreis die Fische, die von außen betrachtet werden konnten. Dort haben wir mit ihr in einem lockeren Gespräch vielleicht zwanzig Minuten lang von unseren Werten als Schulleiterinnen erzählt. Im Anschluss daran gab es dann für alle Zuhörenden die Gelegenheit sich Ohr an Ohr darüber auszutauschen: Was haben sie gehört und bei sich wahrgenommen? Haben sie etwas Neues gehört?&nbsp;</p>



<p>Nach einem weiteren Austausch in größeren Gruppen, wurden noch drei zusätzliche Stühle in die Mitte des Stuhlkreises gestellt. Dort sollten diejenigen Platz nehmen, die etwas von dem teilen wollten, worüber sie sich mit den Kolleg:innen ausgetauscht hatten. Ich war so gespannt: Was wird gesagt? Kann ich es annehmen ohne rechtfertigend darauf zu reagieren? </p>



<p>Und dann saß da plötzlich jemand. Das war das Allertollste, das hat gar nicht lange gedauert. Und das Allerschönste war, wie die Kolleginnen reflektiert haben. Wie wertschätzend sie sich uns gegenüber ausgedrückt haben. Ich bekomme jetzt schon wieder Gänsehaut, wenn ich daran denke. Dass sie sich wirklich getraut haben auszusprechen, was für sie im Umgang mit uns schwierig ist, das hat mich wirklich tief beeindruckt. Und die Art, wie sie das gesagt haben, hat hundertprozentig damit was zu tun, was wir durch Empathie macht Schule gelernt haben. Das war wie eine warme Dusche. Wir konnten das so leicht nehmen, weil die Art zu sprechen so klar war und präzise war und nicht bewertend oder von oben herab. Ein Beispiel ist: Wir hatten gesagt, dass uns wichtig ist, dass wir eine Struktur geben, dass wir transparent sind und dass wir von dem Kollegium auf das Vertrauen hoffen, dass wir das große Schiff schon lenken. Und wenn dann manchmal so Schulentwicklung-Schnellboote vorbei kommen, dass wir die an Bord bitten, wenn sie uns gut gefallen. Die Kolleginnen sagten uns dann, dass sie das prinzipiell gut finden, ihnen das aber manchmal zu viel oder zu schnell ist, weil sie auch Pläne für ihren Schulalltag haben. Dann möchten sie nicht noch ein und noch ein Projekt. Sie sagten, dass sie motiviert sind und sich gerne engagieren und dass, sie nicht noch zusätzlich motiviert werden müssen. Ich bin so froh, dass wir diesen Schritt gemacht haben, dass die Kolleginnen jetzt häufiger dieses Vertrauen haben, dass sie aussprechen dürfen, was sie zu sagen haben. </p>



<p>Diese gegenseitige Wertschätzung erlebt zu haben, trägt uns noch heute. Im Kontakt mit uns und untereinander, mit den Schülerinnen und den Eltern. Wir sind so richtig stolz auf uns alle. </p>



<p>Diese Art zu arbeiten, sich gegenseitig zu reflektieren, gibt es nicht in der Lehrer:innen Ausbildung. Auch jetzt bei der Schulleitungsausbildung, die ich gerade gemacht habe. Da wird zwar gesagt, dass es gut ist Supervision als Schulleitung zu haben, aber nicht in diesem Format. Dank Empathie macht Schule sind wir in dieser Hinsicht kleine Schritte gegangen und auch große- die Herausforderung ist jetzt, diese weiter im Schulalltag zu implementieren. Diese wollen wir gerne annehmen.&nbsp;</p>



<p>Zum Schluß möchte ich allen Kolleg:innen in und um Berlin Mut machen, Formate, wie die Fischbowl mit der empathischen Begleitung vom Empathie macht Schule Team auch zu nutzen, wenn sich ihnen diese Chance bietet. Auch wenn es schön wäre, wenn wir das selber könnten. Vielleicht können wir das auch eines Tages. Wir sind ja in unserer Supervision in den letzten vier Jahren auch ein ganzes Stück weiter gekommen. Aber bis es soweit ist, braucht es meiner Meinung nach eine Moderation von außen.&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zum Glück: Eine Ausrede weniger!</title>
		<link>https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/zum-glueck-eine-ausrede-weniger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[empathie macht schule.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Oct 2023 17:07:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alle beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[aus dem projekt]]></category>
		<category><![CDATA[aus den schulen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Wie ist das eigentlich so in Dänemark in der Lehrerausbildung und im Schulalltag?&#8220; Astrid Blaß, die Schulleiterin der Grundschule im Gutspark, erzählt von ihrer Reise mit den Schulleiter:innen von Empathie [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>&#8222;Wie ist das eigentlich so in Dänemark in der Lehrerausbildung und im Schulalltag?&#8220; Astrid Blaß, die Schulleiterin der Grundschule im Gutspark, erzählt von ihrer Reise mit den Schulleiter:innen von <em>Empathie macht Schule</em> nach Aarhus. </p>



<p>Zwischen Pfingsten und Himmelfahrt 2022 waren wir sechs Schulleiter:innen mit Christine Ordnung bei Helle Jensen in Aarhus. Und gleich bei der Ankunft wurden wir von einem Schweinswal begrüßt. Der Schwerpunkt der fünftägigen Dienstreise lag auf dem Austausch über das dänische Schulsystem und dessen Kennenlernen. </p>



<p>Die Stimmung war schon bevor wir losgefahren sind von großer Vorfreude geprägt: Zusammen zu verreisen, fünf Tage!! Bisher sind wir uns mal einen oder maximal zwei Tage lang begegnet und eine Kollegin kannten wir noch gar nicht. Gemeinsam gemachte Erfahrungen schaffen eine Verbindung. Ein bisschen wie bei Klassenfahrten. Wann lernt man sich schon mal mit der Zahnbürste in der Hand kennen. Ich war gespannt und für alles offen, was kommt. Und ich habe auf der Hinfahrt schon dänisch gelernt. Ich lasse mich gern so richtig auf was ein. </p>



<p>In den ersten beiden Tagen haben wir uns zwei Schulen angesehen. In der ersten hat ein Lehrer mit uns darüber gesprochen, wie sie die Notengespräche führen. Sie reden nicht mehr vor den Kindern mit den Eltern ÜBER die Kinder. Stattdessen haben sie Arbeitsblätter zum Leistungsstand entwickelt, die die Kinder selbstständig ausfüllen. Beim Treffen mit den Eltern unterhalten sich dann die Lehrer:innen und Schüler:innen über diese Selbsteinschätzung, die Stärken, Schwächen und Ziele. Die Eltern sind dabei Gäste.</p>



<p>In der anderen Schule ging es um die Zusammenarbeit mit dem Hort  &#8211; wie kann man mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen arbeiten? </p>



<p>Aus dieser Schule haben wir etwas in unseren Schulalltag mitgenommen: „Fagedage“. Wir führen das monatlich durch. Schwerpunkt ist hier, nicht das Fach, wie in Dänemark, sondern die Beziehung von Lehrkraft zu Klasse/Kind ohne Zensuren und Lehrplan-Druck. Auf diese Weise gelingt es uns zwischen den Klassenleiter:innen und den Schüler:innen eine bessere Beziehung herzustellen. Das bringt Ruhe in den Klassenraum, weil sich Erzieher:innen und Lehrer:innen mehr auf die Beziehungskompetenz fokussieren können, anstatt auf die inhaltliche Vermittlung des Stoffs. </p>



<p>Ich hatte erwartet, dass wir an die dänischen Schulen kommen und dass ich ich da auf Bedingungen treffe, wo ich sagen kann: „Unter den Bedingungen schaffe ich das auch, ein besseres Schul- bzw. Arbeitsklima herzustellen.“ Aber das war gar nicht so. Zum Glück. Die haben gleich viele Schüler:innen und gleich viele Stunden. Auch die Schulgebäude waren ganz &#8222;normal&#8220;. Mit hier und da Ecken, wo sich die Leute was zusammen wursteln, wie wir hier auch. </p>



<p>Der Frust, den anderen geht es besser, war weg. Das war schön. Allerdings ist das jetzt auch eine Ausrede weniger ;))</p>



<p>Als zweiter Programmpunkt stand ein zweitägiger Besuch an der VIA Universität auf dem Plan. Dort haben wir Birgitte Lund Nielsen getroffen, die dort für die Lehrerausbildung zuständig ist. </p>



<p>Darüber haben wir auch zwei Praktikanten gefunden, die uns dann besucht haben. </p>



<p>Das größte Aha-Erlebnis war kein Einzelnes. Etwas, mit dem ich nicht gerechnet habe war, dass die Bedingungen so ähnlich sind. Auch inhaltlich. Auch was wir in dem Vortrag an der Via gehört haben, was die Probleme in der Lehrerausbildung angeht. Zu viele Stunden, zu große Klassen. Und, dass dort auch Unzufriedenheit herrscht. </p>



<p>Und dann hat mich meisten beeindruckt, diese freundliche Selbstverständlichkeit und die Offenheit, der ich immer wieder und überall begegnet bin. Das war wirklich überraschend. Weil alles irgendwie so ähnlich ist. Du fährst ja nicht nach Südamerika, wo von vorne herein klar ist, da ist das Leben ganz anders. Du fährst nur ein paar Kilometer weiter, alle sehen so ähnlich aus wie man selbst und trotzdem ist eine ganz andere Atmosphäre. Mir kommt es vor, als würde einvernehmlich gesellschaftlich wert drauf gelegt werden: weniger und dafür gut. Selbst im Restaurant beim Essen.</p>



<p>Nach der Rückkehr habe ich noch drei Tag lang weiter gelächelt. </p>



<p>Das ist mir beim Autofahren auf der Stadtautobahn aufgefallen. Das ist mir, glaube ich, das erste Mal in meinem Leben aufgefallen. </p>



<p>Was mir noch gut gefallen hat war, dass dort auch, vielleicht sogar europaweit, das Thema Inklusion ein Dilemma ist. Und zwar weil es den Kindern, die mit ihren besonderen Bedürfnissen in den „normalen“ Schulalltag kommen, nicht gut geht. In Dänemark gibt es dazu eine Studie, aus der hervorgeht, dass sie in den Stammklassen nicht das bekommen, was sie brauchen. </p>



<p>In den dänischen Schulen handhaben sie es jetzt so, dass es in den Schulen einzelne Klassen für Kinder mit besonderen Bedürfnissen gibt. Sie sind zwar auch in einer Stammklasse, haben aber auch ihre eigene, wo sie gezielte Förderungen bekommen. </p>



<p>Ich mochte dieses unaufgeregte Wahrnehmen und Einschätzen der Situation. Nicht gleich etwas total gut oder total doof zu finden und in eine Schublade zu packen, sondern Wahrnehmen, Annehmen, Durchatmen, Gucken welche Lösung geht. Eigentlich ist das nicht kompliziert anzuwenden. Es ist eine internalisierte innere Haltung. </p>



<p>Das Aufgeregte hier fällt mir seitdem aber besonders auf. Die Amplituden sind so extrem und nicht in der Mitte. Das scheint offenbar unsere gelernte innere Haltung zu sein!?</p>



<p>Deshalb habe ich das Wahrnehmen, Annehmen, Einschätzen der Situation besonders mit in den Schulalltag genommen. Weil: Wir haben eigentlich nur uns. Deshalb müssen wir gut für uns sorgen. Egal ob wir viel oder wenig von etwas haben. </p>



<p>Und wenn ich mal meine Mitte verliere, sind meine Lieblingsübungen „Stretch Around the Heart“ und das „Grounding im stehen“, die auf der Webseite sind.</p>



<p>Dann fühlt alles wieder richtig an seinem Platz an. </p>



<p>Astrid Blaß</p>
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		<title>Weißt du, was ich fühle?</title>
		<link>https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/weisst-du-was-ich-fuehle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[empathie macht schule.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Sep 2023 10:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alle beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[aus dem projekt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kann man Empathie lernen? Biologin Jasmina Neudecker geht in ihren Reportagedokus auf der Basis von Forschung und Wissenschaft auf die Suche, wie wir fühlen und handeln. Dafür war sie auch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Kann man Empathie lernen? Biologin Jasmina Neudecker geht in ihren Reportagedokus auf der Basis von Forschung und Wissenschaft auf die Suche, wie wir fühlen und handeln. Dafür war sie auch mit ihrem Team in der Grundschule im Gutspark zu Gast. Das Ergebnis ist seit dem 3. September in der ZDF Mediathek zu sehen. Ab Minute 18 wird Empathie macht Schule vorstellt. </p>



<p><a href="https://www.zdf.de/dokumentation/terra-xplore">https://www.zdf.de/dokumentation/terra-xplore</a></p>
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		<title>Stimmen aus dem Projekt</title>
		<link>https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/stimmen-aus-dem-projekt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[empathie macht schule.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Apr 2023 11:25:52 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[aus dem projekt]]></category>
		<category><![CDATA[aus den schulen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4619" src="https://archiv.empathie-macht-schule.de/wp-content/uploads/2023/03/jr-conferenz-3718-scaled.jpg" alt="" width="600" height="353" /></p>
<p>Christine Ordnung stellt das Modellprojekt "Empathie macht Schule" im Gespräch mit beteiligten Personen vor. Zu Wort kommen eine Schulleiterin, eine Mutter, eine Lehrerin und der Leiter der Ganztagsbetreuung teilnehmender Schulen.</p>
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<p class="has-text-align-center"><iframe src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/m3x5lLNDZCQ" title="YouTube video player" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; allowfullscreen=" "="" width="640" height="359" frameborder="0"></iframe></p>



<p>Christine Ordnung stellt das Modellprojekt &#8222;Empathie macht Schule&#8220; im Gespräch mit beteiligten Personen vor. Zu Wort kommen eine Schulleiterin, eine Mutter, eine Lehrerin und der Leiter der Ganztagsbetreuung teilnehmender Schulen.</p>



<p>Das Video wurde im Rahmen der Veranstaltung &#8222;Empathie macht Schule – Empathie und Beziehungsarbeit in Praxis, Theorie und Forschung&#8220; in den Nordischen Botschaften (Berlin) aufgezeichnet.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Helle Jensen über das Modellprojekt&#124; Video</title>
		<link>https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/helle-jensen-ueber-das-modellprojekt-video/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[empathie macht schule.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Apr 2023 18:47:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alle beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[aus dem projekt]]></category>
		<category><![CDATA[aus den schulen]]></category>
		<category><![CDATA[aus der forschung]]></category>
		<category><![CDATA[für eltern]]></category>
		<category><![CDATA[für fachkräfte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4619" src="https://archiv.empathie-macht-schule.de/wp-content/uploads/2023/03/jr-conferenz-3647-scaled.jpg" alt="" width="600" height="353" /></p>
<p>Familientherapeutin Helle Jensen stellt in diesem Video das von ihr initiierte Modellprojekt »Empathie macht Schule« vor</p>
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<p class="has-text-align-center"><iframe src="https://www.youtube.com/embed/GEynQqDfOus" title="YouTube video player" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" width="560" height="315" frameborder="0"></iframe></p>



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<p>Die Psychologin und Familientherapeutin Helle Jensen stellt in diesem Video das von ihr initiierte Modellprojekt »Empathie macht Schule« vor, das an bislang mit drei Berliner Grundschulen die Ideen einer Pädagogik auf der Basis von Beziehungskompetenz, Empathie und Achtsamkeit in die Praxis umsetzt.</p>
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		<title>Sich von der Gewalt nicht überwältigen lassen – ruhig bleiben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[empathie macht schule.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2020 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alle beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[aus dem projekt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein großer Wunsch ist, gewaltfreie Kommunikation im Umgang mit schwierigen Kindern einzusetzen. Ich bin Lehrer an einer Brennpunktschule in Berlin, habe Erfahrung mit Meditation und werde im Schulalltag oft von plötzlichen Gewaltausbrüchen und der Geschwindigkeit, mit der das passiert, überwältigt [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mein großer Wunsch ist es, die gewaltfreie Kommunikation im Umgang mit schwierigen Kindern einzusetzen. Ich bin Lehrer an einer Brennpunktschule, der Brüder-Grimm-Grundschule in Berlin (Wedding), habe Erfahrung mit Meditation und werde im Schulalltag oft von plötzlichen Gewaltausbrüchen und der Geschwindigkeit, mit der das passiert, überwältigt. Nach so einem Vorfall bin ich meistens selbst total erschöpft.</p>
<p>In der Woche nach dem ersten Weiterbildungsmodul von „Empathie macht Schule“ hatte ich an einem Freitagnachmittag eine Doppelstunde Musik in einer 5. Klasse, direkt nach einer 40-minütigen Pause. Da ist es häufig unruhig, die Kinder bringen oft Streitigkeiten aus der Pause mit in den Unterricht. Mit Beginn der Stunde ging dann auch sofort eine Schlägerei los – einer der Jungen schlug einen anderen.</p>
<p>Normalerweise greife ich sofort ein! Solche Schlägereien beginnen oft ohne Vorwarnung, ohne dass ich mich auf die Situation einstellen kann und ohne dass ich mir Zeit nehmen könnte, um auf mich selbst zu achten. Im ersten Weiterbildungsmodul ist mir jedoch klar geworden, dass ich genau das tun muss – mir kurz Zeit nehmen! Ein paar Sekunden warten, zumindest, wenn die Kinder nicht gerade am Abgrund stehen. Ein paar Sekunden, um zu spüren, was in meinem eigenen Körper vorgeht, bevor ich eingreife.</p>
<p>An diesem Freitag habe mir diese Zeit genommen. Ich konnte danach ganz ruhig zu dem schlagenden Jungen gehen (das ist mir sonst sehr schwer gefallen). Ich habe den Jungen, weil er immer weiter schlug, leicht von hinten um die Brust umarmt (ich habe also durchaus körperlich interveniert), aber ich blieb dabei ruhig, habe ruhig mit ihm gesprochen und ihn ruhig und vorsichtig vor die Tür geführt.</p>
<p>Ich musste natürlich gleichzeitig noch organisieren, dass in dieser Zeit jemand auf die Klasse schaut (das hat eine Kollegin von mir übernommen). Trotzdem ist es mir gelungen, beide im Blick zu behalten: den Schüler – und mich.</p>
<p>Normalerweise bin ich nach solchen Situationen wie gesagt sehr erschöpft, irgendwie von mir selbst entfernt. Das war dieses Mal anders. Und genau das wünsche ich mir: Alternative Wege, eine alternative Handlungsweise, um mit Kindern – gerade an einer Schule, an der viele Kinder nicht gewaltfrei groß werden und als schwierig gelten – selbst gewaltfrei umgehen zu können; ihnen etwas beizubringen, für Ruhe und eine entspannte Lernatmosphäre sorgen zu können, nach der sich ja am Ende alle sehnen. Und all das, ohne selbst zu autoritären Methoden greifen zu müssen.</p>


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<p class="grau-klein">Dieser Erfahrungsbericht beruht auf einem Telefoninterview, aufgezeichnet und redigiert von Hella Dietz. Titelfoto von privat.</p>



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		<title>Von der Irritation, in sich hineinzuhorchen: eine Erkundung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[empathie macht schule.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2020 08:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alle beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[aus dem projekt]]></category>
		<category><![CDATA[aus den schulen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Atemübungen waren irritierend für mich: Ich bin ein rationaler Mensch – „in mich hineingehorcht“ habe ich noch nie, und ich hatte noch nie auf diese Art mit mir zu [&#8230;]</p>
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<p>Die <a href="https://archiv.empathie-macht-schule.de/wp-content/uploads/2019/11/ems_atmung.pdf">Atemübungen</a> waren irritierend für mich: Ich bin ein rationaler Mensch – „in mich hineingehorcht“ habe ich noch nie, und ich hatte noch nie auf diese Art mit mir zu tun.</p>



<p>Ich funktioniere auch in schwierigen Situationen gut, ich bin geübt darin, diese Situationen zu analysieren und mich in Schulkinder hineinzuversetzen, um zu verstehen, was sie eigentlich bewogen hat. Das habe ich auch in vielen Fortbildungen geübt. Doch schon der Einstieg zu dieser Fortbildung – des ersten Moduls von Empathie macht Schule – war anders. Es ging nur um uns. Es war entspannt. Zwischendrin gab es Kaffee und etwas Kleines zu essen. Und wir haben Übungen gemacht, die meine Mutter vermutlich „esoterischen Krimskrams“ genannt hätte.</p>



<p>Am ersten Vormittag dachte ich: „Da kommt noch was“ und habe auf den Beginn der eigentlichen Fortbildung gewartet. Nach dem Mittagessen fingen die Übungen an, zu wirken. Ich war sehr entspannt, habe gegähnt und bin nachmittags sogar in einer Übung weggenickt. Aber in den ersten 1,5 Tagen habe ich innerlich nicht losgelassen. Ich habe nach einem tieferen Sinn gesucht und mich gefragt, was diese Übungen eigentlich erreichen sollen.</p>



<p>Zugleich war da diese Ruhe, die Helle Jensen ausstrahlt – und ich wusste, so eine Ruhe will ich auch gerne. Diese Ruhe will ich auch gerne an meine Schüler und Schülerinnen weitergeben! Und dann dachte ich: „Na gut, ich tue alles, was es braucht, um diese Ruhe zu finden.“</p>



<p>Mein Misstrauen wurde schwächer. Ich habe einfach angenommen, dass ein tieferer Sinn darin liegen wird, in mich hineinzuhorchen. Am zweiten Tag abends setzte dann tatsächlich eine ganz neue Art von Entspannung ein und ich habe bemerkt, dass ich lerne, indem ich mich auf diese Übungen und diese ungewohnt andere Art einlasse.</p>



<p>Am ersten Tag nach dem Modul bin ich tiefenentspannt in die Schule geschwebt. Ich habe einige Male kurz innegehalten und mir gesagt: „Entspannung, kurz atmen. Die Schüler und Schülerinnen haben auch noch ein Sekündchen Zeit.“</p>



<p></p>



<p class="grau-klein">Dieser Erfahrungsbericht beruht auf einem Telefoninterview, aufgezeichnet und redigiert von Hella Dietz. Titelfoto von privat.</p>
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		<title>Für mich sorgen, bevor ich mich um den Rest der Welt kümmere!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[empathie macht schule.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2020 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alle beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[aus den schulen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin Fachlehrerin für Musik, Kunst und Inklusionsstunden an der Sachsenwald-Grundschule in Berlin und habe Anfang März am ersten Modul von Empathie macht Schule teilgenommen. Ich will am liebsten die Welt retten. Dauernd [...]</p>
<p>The post <a href="https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/fuer-mich-sorgen-bevor-ich-mich-um-den-rest-der-welt-kuemmere/">Für mich sorgen, bevor ich mich um den Rest der Welt kümmere!</a> appeared first on <a href="https://www.empathie-macht-schule.de">Empathie macht Schule</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin Fachlehrerin für Musik, Kunst und Inklusionsstunden an der Sachsenwald-Grundschule in Berlin und habe Anfang März am ersten Modul von Empathie macht Schule teilgenommen. Ich will am liebsten die Welt retten. Dauernd kümmere ich mich um andere. In diesem ersten Modul jedoch ging es erst einmal nur um uns – und gerade nicht darum, dass wir sofort etwas weitergeben müssen.</p>
<p>Ich weiß eigentlich aus eigener Erfahrung, dass es leichter ist, mit Stress von außen umzugehen, wenn ich auch mal nett zu mir bin, auch mal für mich sorge, bevor ich mich um den Rest der Welt kümmere. Aber mit dieser Einsicht ist es wie mit der Gymnastik bei Bandscheibenvorfall: Das macht man, solange es weh tut, dann wird es vergessen…</p>
<p>Das Modul hat mich wieder daran erinnert – und daran, dass ich ja ohnehin nur mich selbst verändern kann, um besser zurecht zu kommen. Meine Lieblingsübung war der <a href="https://archiv.empathie-macht-schule.de/praxis/uebungen-zum-hoeren-und-ausprobieren/">Aufzug</a>: Man setzt oder legt sich hin, und lässt den Atem von einem Punkt auf dem Scheitel zu einem Punkt am Bauchnabel fließen, hoch und runter.</p>
<p>Das scheint mir schnell umsetzbar, wenn bei mir mal wieder der Ärger hochsteigt. In einer Sitzung zum Beispiel habe ich einige Tage nach dem Modul innerlich meinen Aufzug laufen lassen, das war gut (auch wenn ich hinterher dachte, dass ich auch noch üben will, den Ärger dann auch noch in Worten auszudrücken, sonst explodiere ich irgendwann noch)!&nbsp;</p>
<p>In der Schule habe ich den Aufzug dann auch gleich ausprobiert, um besser in die immer wuseligen Musikstunden zu starten. In der ersten Woche nach dem Modul hat es super funktioniert, in der zweiten ist mir erst hinterher aufgefallen, dass sie wieder stressig war – und ich die Atemübung vergessen hatte.</p>
<p>Und etwas anderes mache ich jetzt wieder regelmäßig: Ich bewege mich mehr, mache sogar meine Gymnastik-Übungen und jeden zweiten Sonntag einen Wellnesssonntag, ganz für mich.</p>


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<p class="has-normal-font-size grau-klein">Dieser Erfahrungsbericht beruht auf einem Telefoninterview, aufgezeichnet und redigiert von Hella Dietz. Titelfoto von privat.</p>


<p><!--EndFragment--></p><p>The post <a href="https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/fuer-mich-sorgen-bevor-ich-mich-um-den-rest-der-welt-kuemmere/">Für mich sorgen, bevor ich mich um den Rest der Welt kümmere!</a> appeared first on <a href="https://www.empathie-macht-schule.de">Empathie macht Schule</a>.</p>
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