projekt: forschung

Das Modellprojekt „Empathie macht Schule” wird von einem Forschungsteam unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Corina Aguilar-Raab, Institut für medizinische Psychologie der Universität Heidelberg, über fünf Jahre hinweg begleitet und evaluiert.

Zum Forschungsteam gehören Dr. Birgitte Lund Nielsen, die am VIA University College Aarhus für die Lehrerausbildung verantwortlich ist, zwei Doktoranden sowie etliche Hilfskräfte. Aufgrund der strengen Kriterien des gewählten Forschungsansatzes evidenzbasierter Evaluation (sequential explanatory mixed methods design) sind Ergebnisse mit hoher Genauigkeit, also hoher Validität, zu erwarten. Die Identifizierung konkreter Wirkfaktoren ermöglicht es, die Ergebnisse dieses Modellprojekts später auch auf andere Schulen und Schultypen zu übertragen.
Die Evaluierung beruht auf quantitativen Daten aus Fragebogenbefragungen des Kollegiums und der Schulkinder und Berichten, die die Lehrpersonen in regelmäßigen Abständen verfassen, sowie auf qualitativen Daten aus Interviews und auf Daten aus der Beobachtung der Teilnehmenden. Das Forschungsprojekt analysiert die Perspektiven von Lehrenden und Lernenden auf den Prozess der Beziehungsarbeit. Es wird danach gefragt, wie sich die Intervention auf das Klassenklima auswirkt, wie sie die Beziehungskompetenz der Lehrer verbessert, wie die Beteiligten ihre Selbstwirksamkeit wahrnehmen und wie sich die Intervention auf das Wohlbefinden und die Präsenz der Schülerinnen und Schüler auswirkt.

Da die bisherige Forschung gezeigt hat, dass ein wichtiger Faktor schulischer Interventionsprogramme die Implementierung ist – „Wir sollten Programme des sozialen und emotionalen Lernens nicht als effektiv bezeichnen; es sind gut umgesetzte SEL Programme, die effektiv sind” (Joseph A Durlak) – fragt die Evaluation explizit nach Faktoren, die eine erfolgreiche Umsetzung gewährleisten.