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	<title>aus der forschung Archives - Empathie macht Schule</title>
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	<title>aus der forschung Archives - Empathie macht Schule</title>
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		<title>Bildung neu denken – was wir von Eisbergen und  Emotionen über echte Veränderungen lernen können</title>
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		<dc:creator><![CDATA[empathie macht schule.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 May 2025 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[aus dem projekt]]></category>
		<category><![CDATA[aus der forschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Impulse aus dem Vortrag von Dr. Mette Miriam Böll (MIT Systems Awareness Lab)&#160; Kürzlich hatte ich das große Vergnügen, einen Vortrag von Dr. Mette Miriam Böll zu erleben. „Mit Empathie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong>Impulse aus dem Vortrag von Dr. Mette Miriam Böll (MIT Systems Awareness Lab)&nbsp;</strong></p>



<p></p>



<p>Kürzlich hatte ich das große Vergnügen, einen Vortrag von Dr. Mette Miriam Böll zu erleben. <strong>„Mit Empathie ein zukunftsfähiges Bildungssystem gestalten“&nbsp;</strong> – und was soll ich sagen: Ich kam mit Fragen zur Bildung und ging mit einem ganz neuen Blick auf die Welt und mich.</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Bildung als lebendiges System</strong></p>



<p>Mette spricht von „<strong>Compassionate Systems Change“ – einem Ansatz, der Bildung nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil eines großen Ganzen: Familien, Schulen, Politik, Wirtschaft – alles ist miteinander verbunden.</strong> Und trotzdem scheitern viele gut gemeinte Reformen. Warum? Weil wir versuchen, ein System zu ändern, ohne die Menschen darin mitzudenken. Wir sind das System. Und wenn wir uns nicht verändern, bleibt auch alles andere gleich.</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Das Eisbergmodell: Was wir sehen – und was darunter liegt</strong></p>



<p>Besonders eindrücklich fand ich das sogenannte <strong>„Eisbergmodell der Systemwahrnehmung“</strong>. Ganz oben – sichtbar wie die Eisbergspitze – liegen die „Events“. Also alles, was laut ist, blinkt und Aufmerksamkeit will: Schlagzeilen, Unterrichtsausfälle, Social-Media-Dramen. Unsere Welt ist voll davon. Doch das meiste liegt unter der Oberfläche: Routinen, Strukturen, unbewusste Denkweisen, die sich über Jahre und Jahrtausende verfestigt haben.</p>



<p><strong>Wenn wir nur auf die sichtbaren Probleme reagieren (z. B. Mobbing → Anti-Mobbing-Programm), verpassen wir die Chance auf echten Wandel.</strong> Denn die Verhaltensmuster, aus denen diese „Events“ &#8211; oder Probleme entstehen, sind über Jahrhunderte eingespielte Muster, aus tief verankerten Strukturen, die sie ermöglichen, wie: Wer redet wann im Teammeeting? Wer bestimmt den Lehrplan? Wer wird gehört – und wer nicht?</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Tief unten: Unsere blinden Flecken</strong></p>



<p>Und unter diesen jahrelang eingespielten Verhaltensmustern- sozusagen ganz unten im Eisberg &#8211; befinden sich die systemischen Strukturen (&#8222;Artefakte&#8220;) <strong><em>und </em></strong>unsere „mentalen Modelle“&nbsp;– also die <strong>unbewussten Überzeugungen, die sich in diesen Strukturen und in unserem Handeln widerspiegeln.</strong> Beziehungsweise: gegenseitig beeinflussen, wie zum Beispiel: „Schule ist nicht zum Spaß da.“ Oder: „Erfolg bedeutet gute Noten.“&nbsp;</p>



<p>Solche inneren Überzeugungen geben den Takt vor – oft über&nbsp;Generationen hinweg.&nbsp; Sie <strong>prägen die Art, wie Lehr- und Stundenpläne aufgestellt werden, wie wir Erfolg messen</strong> (und wonach wir uns ausrichten).&nbsp;Solange wir diese inneren Überzeugungen nicht in uns erkennen und uns der wechselseitigen Beeinflussung bewusst sind, verändern&nbsp;wir weder die Ereignisse die an der Oberfläche sind, noch das Fundament, auf dem sie basieren.</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Warum das dringend nötig ist</strong></p>



<p>Für Mette ist klar: <strong>Unsere Kinder sind kein individuelles „Problem“, das die Schule zu lösen hat. Sie sind der Spiegel der Welt, in die sie hineingeboren wurden – und sie zeigen uns deutlich, dass diese Welt gerade nicht gesund ist. </strong>Psychische Krisen, Zukunftsangst, soziale Spaltung – all das sind keine Zufälle, sondern Ausdruck tiefer systemischer Schieflagen.</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Was wir tun können</strong></p>



<p>Mette spricht von <strong>„Good Ancestor Cities“ – also Städten, die bewusst Strukturen schaffen, in denen Menschen (und besonders Kinder) gedeihen können. </strong>Und sie macht Mut: Wir müssen nicht auf die große Weltrettung warten. Veränderung beginnt lokal – in Klassenzimmern, Teams, Nachbarschaften. Und sie beginnt mit einem ehrlichen Blick unter unsere eigene Wasseroberfläche. Dort können wir uns dann Fragen: <strong>Welche Struktur kann ich in meinem Umfeld schaffen, so dass Kinder gut gedeihen können?&nbsp;</strong></p>



<p class="has-text-align-left has-large-font-size">Meine drei Highlights:&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-left has-medium-font-size"><strong>Wir sind das System</strong></p>



<p class="has-text-align-left"><strong>Es gibt keine Hilfe von „außen“ oder „oben“</strong>. Der Mensch ist Teil der Natur. Momentan sind wir das in vielen Bereichen allerdings nicht mehr. Wie beispielsweise an der Sehnsucht zu erkennen ist, den Mars besiedeln zu wollen. Aber wenn wir uns ihr wieder zuwenden, werden wir wieder Teil von ihr.&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-left has-medium-font-size"><strong>Das Eisbergmodel</strong></p>



<p class="has-text-align-left">Es zeigt, <strong>wenn wir echte Veränderung wollen, reicht es nicht, nur auf das Sichtbare zu reagieren.</strong> Wir müssen den Blick nach innen richten – auf Muster, Strukturen und tief verankerte Überzeugungen. Erst dort beginnt echter Wandel, weil die Strukturen, die wir heute schaffen, Teil der Überzeugungen sind, die wir „geerbt“ haben.&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-left has-medium-font-size"><strong>Ein Gespräch, bei dem die Teilnehmenden in ihr Erleben eintauchen können</strong>. </p>



<p class="has-text-align-left"><strong>Inspiriert wurde diese Gesprächsform durch die &#8222;Evokationstechnik,&#8220;</strong> die für&nbsp; mikrophänomenologische Interviews (Petitmengin, 2006) entwickelt wurde. Sie ist dem erlebnisorientierten Ansatz bei Empathie macht Schule sehr ähnlich.&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-left">Mit ihr&nbsp; kann jede*r von uns unter der Wasseroberfläche eigene generative soziale Felder erleben &#8211; und bei anderen beobachten &#8211; (d.h. eine Situation, in der die Person etwas Positives erlebt hat. Beispielsweise, der Mathelehrer, der zunächst nicht wusste, weshalb seine Schüler*innen erfolgreich in seinem Unterricht abschneiden. Er stellte mit dieser Methode fest, dass er seinen Schüler*innen die Schönheit der Mathematik vermittelt, anstatt: „Mathe versteht sowieso keine*r.“</p>



<p class="has-text-align-left"><strong>Man braucht dafür drei Personen und 30 Minuten Zeit.</strong> In jeweils 10 Minuten nimmt jede*r dann jeweils jeder der folgenden Rollen ein: Fokusperson, Interwiewer*in, Beobachter*in. 8 Minuten lang wird dann anhand von Fragen zu Zeit, Ort, gesehenem, gehörtem, im Körper empfundenen und dem sozialen dieser Moment nochmal beleuchtet, wie mit einer Taschenlampe. Und in den restlichen 2 Minuten berichten die Beobachter*innen welche Veränderungen sie bei den beiden Gesprächspartner*innen erlebt haben und bei sich.&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Fokusperson: Ihre Aufgabe ist es eine konkrete Erfahrung eines generativen sozialen Feldes aus zu wählen</li>



<li>Interviewer*in: Ihre Funktion ist, die Fokusperson zu bitten, ein solches Mikro-Erlebnis auszuwählen. Sowie das feststeht, hilft sie der Fokusperson mit Fragen.</li>



<li>Beobachter*in: deinen Aufgabe ist es das zu erleben, wie es zwischen den beiden Diaolgparte*innnen ist, wenn über das generative soziale Felder erleben</li>
</ul>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Fragen:</strong></p>



<p><strong>Zur zeitlichen und räumlichen Einordnung:</strong></p>



<p>•Wann war es?</p>



<p>•Wo war es?</p>



<p>•Nimm dir Zeit, um zu diesem Moment zurückzukehren…</p>



<p><strong>Visuelle Fragen:</strong></p>



<p>•Wenn du zu diesem Moment deiner Erfahrung zurückkehrst, was siehst du?</p>



<p>•Beschreibe diesen Ort oder diese Szene, so wie du sie damals gesehen hast.</p>



<p>•Schau dich erneut um (in deiner Erinnerung) – was siehst du?</p>



<p>Übergang: Und in dieser Erfahrung könnte es auch Geräusche geben…</p>



<p><strong>Auditive Fragen:</strong></p>



<p>•Was hörst du?</p>



<p>•Welche Geräusche, Stimmen oder Gespräche sind zu hören?</p>



<p>•Lausche erneut allem, was du damals gehört hast. Übergang: Während du weiterhin alles hörst, lasse auch die körperlichen Empfindungen wiederkommen.</p>



<p><strong>Fragen zu körperlichen und emotionalen Empfindungen:</strong></p>



<p>•In dieser Erfahrung, wie erlebst du deine Körperhaltung?</p>



<p>•Was fühlst du in diesem Moment?</p>



<p>•Rufe die körperlichen Empfindungen und Emotionen zurück – gibt es eine Empfindung im Bauch? Im Kopf? In</p>



<p>den Füßen? Im Herzen? Oder irgendwo anders?</p>



<p><strong>Fragen zum sozialen Feld:</strong></p>



<p>Wenn du einen Schritt zurücktrittst, wie nimmst du in diesem Moment das soziale Feld in dieser Situation wahr?</p>



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<div class="wp-block-uagb-image alignleft uagb-block-6d2096e8 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-left"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img decoding="async" srcset="https://2025.empathie-macht-schule.de/wp-content/uploads/2020/11/Mona-Kino-1-e1623691757505-150x150.jpg ,https://2025.empathie-macht-schule.de/wp-content/uploads/2020/11/Mona-Kino-1-e1623691757505.jpg 780w, https://2025.empathie-macht-schule.de/wp-content/uploads/2020/11/Mona-Kino-1-e1623691757505.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 480px) 150px" src="https://2025.empathie-macht-schule.de/wp-content/uploads/2020/11/Mona-Kino-1-e1623691757505-150x150.jpg" alt="" class="uag-image-3597" width="150" height="150" title="Mona-Kino-Portrait" loading="lazy" role="img"/></figure></div>



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<p class="has-text-align-left has-ast-global-color-7-color has-text-color has-link-color has-small-font-size wp-elements-db0bd9d4245a0b1c6a7b6b921e0a51e1">Mona Kino, Autorin mit therapeutischem Hintergrund. Öffentlichkeitsarbeit für Empathie macht Schule. <br><br>Titelphoto: Johanna Ruebel</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Basis für Resilienz und gesellschaftliches Engagement </title>
		<link>https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/basis-fuer-resilienz-und-gesellschaftliches-engagement/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[empathie macht schule.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Mar 2024 12:46:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alle beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[aus dem projekt]]></category>
		<category><![CDATA[aus der forschung]]></category>
		<category><![CDATA[für eltern]]></category>
		<category><![CDATA[für fachkräfte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 21. und 22. September 2023 fand an der Universität Leipzig die erste deutschlandweite Konferenz Achtsamkeit in der Bildung zum Thema „Basis für Resilienz und gesellschaftliches Engagement“ mit anschließender Fachtagung [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Am 21. und 22. September 2023 fand an der Universität Leipzig die erste deutschlandweite Konferenz Achtsamkeit in der Bildung zum Thema „Basis für Resilienz und gesellschaftliches Engagement“ mit anschließender Fachtagung in Form einer &#8222;Zukunftswerkstatt Bildung&#8220; statt.</p>



<p>Freundlicherweise stellt die Universität Leipzig die aufgezeichneten Vorträge und Präsentationen von Dr. Corinna Aguilera-Raab und Helle Jensen auf ihrer Webseite zur Verfügung.</p>



<p>Die Präsentationen stehen dort auch als pdf zum download bereit.</p>



<p>Viel Spaß beim Reinsehen und frohe Feiertage.</p>



<p>Euer Empathie macht Schule Team</p>



<p><a href="https://www.zls.uni-leipzig.de/konferenz-abik">https://www.zls.uni-leipzig.de/konferenz-abik</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Begleitforschung zum Modellprojekt</title>
		<link>https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/begleitforschung-zum-modellprojekt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[empathie macht schule.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jun 2023 10:37:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alle beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[aus dem projekt]]></category>
		<category><![CDATA[aus der forschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4619" src="https://archiv.empathie-macht-schule.de/wp-content/uploads/2023/03/jr-conferenz-4163-scaled.jpg" alt="" width="845" height="473" /></p>
<p>Dr. Corina Aguilar Raab (Universität Heidelberg) und Lukas Herrmann (Doktorand an der Universität Heidelberg) geben einen Einblick in die Begleitforschung des Modellprojektes. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center"><iframe src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/wTkskEfSQv0" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; allowfullscreen="" width="640" height="359" frameborder="0"></iframe></p>



<p>Dr. Corina Aguilar Raab (Universität Heidelberg) und Lukas Herrmann (Doktorand an der Universität Heidelberg) geben einen Einblick in die Begleitforschung des Modellprojektes. Das Video wurde im Rahmen der Veranstaltung &#8222;Empathie macht Schule – Empathie und Beziehungsarbeit in Praxis, Theorie und Forschung&#8220; in den Nordischen Botschaften (Berlin) aufgezeichnet. Schulen sind Beziehungsorte. Für Lern- und Entwicklungsprozesse sind gelingende Beziehungen unverzichtbar. Aber wie gelingen Beziehungen eigentlich? Diese Frage wurde in dieser Veranstaltung im Rahmen des deutsch-dänischen Modellprojekts  erörtert.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Forschungsgebiet: Beziehungskompetenz in der Lehrer*innen-Bildung</title>
		<link>https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/forschungsgebiet-beziehungskompetenz-in-der-lehrerinnen-bildung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[empathie macht schule.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jun 2023 10:41:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alle beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[aus dem projekt]]></category>
		<category><![CDATA[aus der forschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4619" src="https://archiv.empathie-macht-schule.de/wp-content/uploads/2023/03/jr-conferenz-4106-scaled.jpg" alt="" width="600" height="353" /></p>
<p>Birgitte Lund Nielsen (Via University College Aarhus) und Katinka Gøtzsche (Aarhus University) sprechen über die verschiedenen Bemühungen, die in den letzten Jahren in der Lehrerausbildung unternommen wurden</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center"><iframe src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/NUgaPNeEiWw?start=4" title="YouTube video player" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; allowfullscreen=" "="" width="560" height="315" frameborder="0"></iframe></p>



<p>Birgitte Lund Nielsen (Via University College Aarhus) und Katinka Gøtzsche (Aarhus University) sprechen über die verschiedenen Bemühungen, die in den letzten Jahren in der Lehrerausbildung unternommen wurden, um die berufliche Entwicklung und die Beziehungskompetenz von Lehramtsstudent:innen zu fördern. Sie geben Einblicke in verschiedene internationale Studien und Programme auf dem Gebiet. </p>



<p>Das Video wurde im Rahmen der Veranstaltung &#8222;Empathie macht Schule – Empathie und Beziehungsarbeit in Praxis, Theorie und Forschung&#8220; in den Nordischen Botschaften (Berlin) aufgezeichnet.</p>



<p class="has-text-align-center"><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/l_c_ZE1b5to?start=4" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; allowfullscreen="" width="640" height="359" frameborder="0"></iframe></p>
<p>The post <a href="https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/forschungsgebiet-beziehungskompetenz-in-der-lehrerinnen-bildung/">Forschungsgebiet: Beziehungskompetenz in der Lehrer*innen-Bildung</a> appeared first on <a href="https://www.empathie-macht-schule.de">Empathie macht Schule</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Dr. Mette Böll über den Systemwandel im Bildungswesen</title>
		<link>https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/dr-mette-boell-ueber-den-systemwandel-im-bildungswesen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[empathie macht schule.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 May 2023 14:45:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alle beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[aus dem projekt]]></category>
		<category><![CDATA[aus der forschung]]></category>
		<category><![CDATA[blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4619" src="https://archiv.empathie-macht-schule.de/wp-content/uploads/2023/03/MMB_DaeBo.jpg" alt="" width="600" height="353" /></p>
<p>Die Biologin Dr. Mette Miriam Böll vom Center for Systems Awareness (MIT, USA) spricht über den notwendigen Systemwandel des Bildungswesens und stellt Beispiele für mitfühlenden Systemwandel in verschiedenen Ländern vor. </p>
<p>The post <a href="https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/dr-mette-boell-ueber-den-systemwandel-im-bildungswesen/">Dr. Mette Böll über den Systemwandel im Bildungswesen</a> appeared first on <a href="https://www.empathie-macht-schule.de">Empathie macht Schule</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/Ku5szu4S53Q" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture;allowfullscreen="" width="640" height="359" frameborder="0"></iframe></p>



<p>Die Biologin Dr. Mette Miriam Böll vom <a href="https://systemsawareness.org/what-we-do/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Center for Systems Awareness</a> (MIT, USA) spricht über den notwendigen Systemwandel des Bildungswesens und stellt Beispiele für mitfühlenden Systemwandel in verschiedenen Ländern vor. Das Video wurde im Rahmen der Veranstaltung &#8222;Empathie macht Schule – Empathie und Beziehungsarbeit in Praxis, Theorie und Forschung&#8220; in den Nordischen Botschaften (Berlin) aufgezeichnet.</p>



<p class="has-text-align-center"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/elJLjCaJ8iw" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; allowfullscreen="" width="640" height="359" frameborder="0"></iframe></p>
<p>The post <a href="https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/dr-mette-boell-ueber-den-systemwandel-im-bildungswesen/">Dr. Mette Böll über den Systemwandel im Bildungswesen</a> appeared first on <a href="https://www.empathie-macht-schule.de">Empathie macht Schule</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Helle Jensen über das Modellprojekt&#124; Video</title>
		<link>https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/helle-jensen-ueber-das-modellprojekt-video/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[empathie macht schule.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Apr 2023 18:47:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alle beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[aus dem projekt]]></category>
		<category><![CDATA[aus den schulen]]></category>
		<category><![CDATA[aus der forschung]]></category>
		<category><![CDATA[für eltern]]></category>
		<category><![CDATA[für fachkräfte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4619" src="https://archiv.empathie-macht-schule.de/wp-content/uploads/2023/03/jr-conferenz-3647-scaled.jpg" alt="" width="600" height="353" /></p>
<p>Familientherapeutin Helle Jensen stellt in diesem Video das von ihr initiierte Modellprojekt »Empathie macht Schule« vor</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/GEynQqDfOus" title="YouTube video player" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" width="560" height="315" frameborder="0"></iframe></p>



<p></p>



<p>Die Psychologin und Familientherapeutin Helle Jensen stellt in diesem Video das von ihr initiierte Modellprojekt »Empathie macht Schule« vor, das an bislang mit drei Berliner Grundschulen die Ideen einer Pädagogik auf der Basis von Beziehungskompetenz, Empathie und Achtsamkeit in die Praxis umsetzt.</p>
<p>The post <a href="https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/helle-jensen-ueber-das-modellprojekt-video/">Helle Jensen über das Modellprojekt| Video</a> appeared first on <a href="https://www.empathie-macht-schule.de">Empathie macht Schule</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Empathie macht Schule in der Dänischen Botschaft: Einladung zur Live-Übertragung</title>
		<link>https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/empathie-macht-schule-in-der-daenischen-botschaft-einladung-zur-live-uebertragung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[empathie macht schule.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Oct 2022 20:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alle beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[aus dem projekt]]></category>
		<category><![CDATA[aus der forschung]]></category>
		<category><![CDATA[für eltern]]></category>
		<category><![CDATA[für fachkräfte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Kooperation mit der Königlich Dänischen Botschaft in Berlin richten wir am 5.Oktober 2022 von 14:00 bis 17:00 Uhr eine Veranstaltung aus: Empathie macht Schule &#8211; Empathie und Beziehungsarbeit in [&#8230;]</p>
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<p></p>



<p><strong><em><br></em></strong>In Kooperation mit der Königlich Dänischen Botschaft in Berlin richten wir am 5.Oktober 2022 von 14:00 bis 17:00 Uhr eine Veranstaltung aus: <br><br><strong>Empathie macht Schule &#8211; Empathie und Beziehungsarbeit in Praxis, Theorie und Forschung</strong></p>



<p>Wir freuen uns sehr über die große Zahl der Anmeldungen von Vertreter*innen aus Schulen, Schulverwaltung und Politik, Lehrkräften und andere Expertinnen für Bildung und Vermittlung und möchten Sie herzlich einladen, per Live-Stream dabei zu sein. </p>



<p class="has-normal-font-size"><strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=ZLhVCfAwo2g">Link zum Live-Stream</a></strong>          </p>



<p><strong>Das Programm </strong></p>



<p>Gemeinsam mit den Initiator*innen der dänischen Initiative Børns Livskundskab <sup>1</sup>&#8211; Lebensweisheit der Kinder &#8211; geben wir Einblicke in die Arbeit unseres Modellprojektes in Berlin und den Ansatz zur Förderung von Empathie und Beziehungskompetenz in Schulen. Darüber hinaus wollen wir weitere Forschung, theoretische Grundlagen und internationale Perspektiven zur Begleitung von Schulen für ein entwicklungsförderliches und beziehungsorientiertes Lernumfeld vorstellen.</p>



<p></p>



<p>Der dänische Autor&nbsp;<strong>Peter Høeg</strong>&nbsp;(u.a. „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“)&nbsp;begleitet die Veranstaltungen mit interaktiven Übungen, die die Ideen der Initiative Børns Livskundskab erlebbar machen.</p>



<p><strong>Helle Jensen, </strong>Psychologin, Familientherapeutin&nbsp;und Projektleiterin von „Empathie macht Schule“ präsentiert das von ihr initiierte Modellprojekt „Empathie macht Schule“.</p>



<p>Die Bildungsforscherin <strong>Birgitte Lund-Nielsen</strong>, vom VIA University College und die Psychologin <strong>Katinka&nbsp;Gøtzsche</strong>, von der Universität Aarhus, teilen ihre Erfahrungen und ihr Wissen über die Verbindung von Forschung und Praxis.</p>



<p>Die Biologin <strong>Dr. Mette Miriam Böll</strong>, MIT, spricht über den notwendigen Systemwandel des Bildungswesens und stellt Beispiele für mitfühlenden Systemwandel in verschiedenen Ländern vor.</p>



<p></p>



<p><sup>1</sup><a href="https://bornslivskundskab.dk/om-os/#hvemervi">Børns Livskundskab</a> wurde 2007 gemeinsam von dem Philosophen Jes Bertelsen, dem Schriftsteller Peter Høeg den beiden Familientherapeut*innen Jesper Juul und Helle Jensen und anderen gegründet.</p>



<p>Wir freuen uns, wenn Sie sich am 5. Oktober zuschalten!</p>



<p><strong>Die Veranstaltung auf der Website des Felleshus der Nordischen Botschaften finden Sie  <a href="https://www.nordischebotschaften.org/veranstaltungen/empathie-und-beziehungsarbeit-praxis-theorie-und-forschung">&gt; hier</a></strong></p>



<p><strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=ZLhVCfAwo2g">Link zum Live-Stream</a></strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-full"><img decoding="async" src="https://archiv.empathie-macht-schule.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3669.png" alt="portrait helle jensen" class="wp-image-436"/></figure></div>



<p class="has-light-gray-color has-text-color has-small-font-size">Helle Jensen<br>Psychologin, Familientherapeutin, Lehrtherapeutin und Großmutter von sechs Kindern und Jugendlichen<br>Projektleiterin von Empathie macht Schule<br><br>Titelphoto:Johanna Ruebel</p>
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		<title>Empathie mit Corona &#8211; ein Interview mit Lukas Herrmann</title>
		<link>https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/empathie-mit-corona-ein-interview-mit-lukas-herrmann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[empathie macht schule.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Nov 2021 09:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alle beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[aus dem projekt]]></category>
		<category><![CDATA[aus der forschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fast zeitgleich mit dem Start von Empathie macht Schule trat Corona auf. Und nicht nur die Schulwelt stand auf dem Kopf. Mona Kino hat für Empathie macht Schule nachgefragt: Wie sinnvoll ist es, eine Studie unter diesen Bedingungen zu starten, und geht das überhaupt?</p>
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<p><em>Fast zeitgleich mit dem Start von Empathie macht Schule trat Corona auf. Und nicht nur die Schulwelt stand auf dem Kopf. Mona Kino hat für Empathie macht Schule nachgefragt: Wie sinnvoll ist es, eine Studie unter diesen Bedingungen zu starten, und geht das überhaupt?</em></p>



<p><strong>Empathie macht Schule:</strong> <strong>Du bist Doktorand des Schul- und Forschungsprojekts Empathie macht Schule, magst Du mir kurz erläutern, wie ihr die wissenschaftlichen Daten erhebt?</strong><br><br><strong>Lukas Herrmann: </strong>Zunächst mischen wir das Schulpersonal von drei Berliner Grundschulen. Diese werden dann in zwei Kohorten aufgeteilt. Die erste Kohorte wird eineinhalb Jahre in sechs Modulen in Beziehungskompetenz, Achtsamkeit und Empathie geschult, bekommt dann ein weiteres Jahr Supervision. Im vierten Jahr beginnt sie damit, sich eigenständig gegenseitig kollegiale Reflexion in dem Stil zu geben, wie sie es gelernt hat. Mit Körper- und Achtsamkeitsübungen zu Beginn des Treffens, einem dialogischen Gesprächsteil, der vier Punkte der Beziehungskompetenz berücksichtigt und Abschlussübungen am Ende des Treffens. Die zweite Kohorte durchläuft zeitversetzt das gleiche Programm und endet eineinhalb Jahre später. Nachdem die zweite Kohorte das volle Programm durchlaufen hat, erheben wir einige Monate später die letzten Daten. Außerdem gibt es drei Vergleichsschulen, die kein Empathietraining durchlaufen und deren Daten wir ebenfalls erheben.</p>



<p><strong>Empathie macht Schule: Welche Auswirkungen hatte Corona auf die Forschungsarbeit?</strong></p>



<p><strong>Lukas Herrmann:</strong> Bevor es Corona gab, wollten wir herausfinden, wirkt das Empathietraining oder wirkt es nicht? Dafür muss man vergleichen, wie es vorher im Schulalltag war und wie es nachher ist. Wie geht man in Schulen miteinander um, die das Training machen und wie in Schulen, die es nicht machen? Auf diese Weise können wir recht gut sicherstellen, dass die gemessenen Unterschiede und Veränderungen, wirklich etwas mit dem Training zu tun haben. Dafür sollte es aber wenig andere „Störfaktoren“ geben. Und Corona ist leider ein riesiger Störfaktor.</p>



<p><strong>Empathie macht Schule:</strong> <strong>Das heißt, Corona stand in Konkurrenz zu Empathie macht Schule?</strong></p>



<p><strong>Lukas Herrmann:</strong> Ja, Corona hat ja alles an Grundbedingungen in der der Schule durcheinander geworfen. Das, was in den letzten eineinhalb Jahren im Bildungssystem stattgefunden hat, ist ja der größte Umbruch, die größte Krise seit dessen Bestehen oder dem zweiten Weltkrieg. Das heißt, es war eine schwierige Ausgangssituation, in der sich alles um 180 Grad gedreht hat und durcheinander gewirbelt wurde. Aber wir haben das Beste daraus gemacht, um trotzdem etwas darüber zu lernen. Denn wenn man es aus einer anderen Perspektive betrachtet, hat sich für uns Wissenschaftler die Möglichkeit ergeben, zu untersuchen: Was genau macht denn Corona innerhalb des Bildungssystems? Von daher ist es rückblickend gesehen, doch ein ziemlich guter Zeitpunkt gewesen, weil ich schon vor Corona mit den Schulleitungen Interviews geführt hatte. Und als dann Corona kam, habe ich wieder Interviews mit Ihnen geführt. Und so konnte man sehen, was sich da genau abgespielt hat.</p>



<p><strong>Empathie macht Schule: Was hat Corona verändert?</strong></p>



<p><strong>Lukas Herrmann:</strong> Mir wurden einige Dinge erzählt, die sich in allen Schulen gleichermaßen gezeigt haben. Dazu gehört natürlich der hohe Stresslevel, oder dass die Schüler*innen auf einmal gesagt haben, wie gerne sie in die Schule gehen. Ein weiterer wichtiger Fund aus der Forschung ist, dass die kleinen Klassengrößen während Corona die Beziehungen zwischen Schülern und Lehrern, sowie das Klima verbessert haben. Die Kinder sind richtig aufgeblüht und die Dynamik in den Klassen wurde besser. Viele konnten mal neue Rollen und Verhaltensweisen ausprobieren. Zum Beispiel waren solche Kinder, die die Lehrer vorher herausgefordert haben, eher ruhiger und ruhige Kinder traten in den Vordergrund. Das Abstandhalten bereitet vielen Schwierigkeiten. Bei manchen ging es soweit, dass man sich fast gar nicht mehr gegrüßt hat oder schlichtweg einsam war. Andere Veränderungen waren je nach Schule eher spezifisch. Zum Beispiel in einen Kollegium, in dem es vorher eher mal Streit gab, haben sich die Kollegen nun gegenseitig stärker unterstützt und in einer anderen Schule, die ein sehr gutes Verhältnis zu den Eltern hatte, gab es plötzlich intensive Konflikte zwischen Schule und Elternschaft.</p>



<p><strong>Empathie macht Schule: Gab es denn einige Übungen vom Empathietraining, die dem Schulpersonal dabei geholfen haben, mit den Herausforderungen umzugehen?</strong></p>



<p><strong>Lukas Herrmann:</strong> Mir wurde nicht von einer bestimmten Übung berichtet, aber generell können wir schon sagen, dass alles, was hilft, den Stress zu reduzieren und in Beziehung zu bleiben, hilfreich ist. Mir wurde beispielsweise davon erzählt wie wichtig es ist, zuzuhören und nicht gleich zu reagieren, sondern erstmal auszuatmen, wenn man mit sehr verärgerten und vielleicht ängstlichen Eltern spricht. So kann man Eskalationen vermeiden und auf eine konstruktivere und empathische Weise durch diese Krise navigieren. Und auch ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass viele schwierige Verhaltensweisen wirklich aus einer inneren Not und einem „Krisenmodus“ entspringen.<br>Andere Aspekte des Trainings die in dieser Situation hilfreich waren, können wir den elektronischen Tagebüchern der Teilnehmenden entnehmen. Nach jedem Modul füllen die Teilnehmenden diese Tagebücher aus. Darin wird abgefragt, wie sie das letzte Modul fanden und was sie in den Schulalltag mitnehmen. Die Analyse der Antworten hat ergeben, dass die Wertschätzung, die in den Modulen stattfindet, gut tut, dass neue Erkenntnisse über ganzheitliche Zusammenhänge in der Pädagogik ein besseres Verhältnis zu den Schüler<em>innen mit sich bringt und dass die entstandene Verbundenheit mit anderen Pädagog</em>innen in den Modulen weniger Einsamkeit oder Isoliertheit im Schulalltag entstehen lässt.</p>



<p><strong>Empathie macht Schule: Und weltweit, hat sich da in Sachen Empathieforschung bzw.-vermittlung in der pädagogischen Ausbildung etwas verändert?</strong></p>



<p><strong>Lukas Herrmann:</strong> Ich bin noch in einem amerikanischen Projekt involviert, dem Compassionate Systems Approach. Dieser Ansatz vereint systemisches Denken mit sozialem und emotionalem Lernen und Achtsamkeit – er widmet sich also der Beziehung zu sich selbst, zu anderen, und zur Umwelt. Und das wird nicht nur auf Klassenebene implementiert, sondern auch in der Schulverwaltung. Beispielsweise in Kanada im Bundesstaat British Columbia oder in den USA in Kalifornien verbreitet sich dieser Ansatz sehr. Auf oberster Ebene existiert auf diese Weise ein Verständnis davon, was es für eine gelingende Beziehung benötigt, so dass sich das dann bis in die Lehrerausbildung und den Unterricht auswirken kann. Durch Corona gab es also plötzlich einen Weckruf und die Möglichkeit, anders weiter zu machen also vorher. Denn gerade in einer Zeit, in der so etwas wie Corona passiert, ist es ja besonders wichtig, dass man sich positiv und mit Mitgefühl und Empathie begegnen kann – und gleichzeitig die komplexen Zusammenhänge einer Pandemie auf systemischer Ebene verstehen kann.</p>



<p><strong>Empathie macht Schule: Wer war der Entscheidungsträger dafür?</strong></p>



<p><strong>Lukas Herrmann:</strong> Das ist wie überall auf der Welt, die Politik. Bei einem Compassionate Systems Workshop war ein Mann anwesend, der einen hohen Rang in der Bildungspolitik bekleidet. Dem wurde der Zusammenhang klar, dass man mit diesem Ansatz nicht nur in Schulen, sondern auch in den Behörden eine bessere Atmosphäre gestalten kann.</p>



<p><strong>Empathie macht Schule: Also ohne den einen wäre es nicht möglich gewesen, dass es so an Fahrt aufgenommen hat?</strong></p>



<p><strong>Lukas Herrmann:</strong> Ja, genau. Er war an einer entscheidenden Stelle in der Verwaltung und konnte dadurch diesen Ansatz dort verankern und gut verbreiten. Und für ihn war das eine wirkliche Herzensangelegenheit. Durch Corona wurde dann vielen anderen klar, dass es so etwas wie denCompassionate Systems Approach auch in anderen Abteilungen braucht. Und so wurde er zur Galionsfigur dieses Ansatzes.</p>



<p><strong>Empathie macht Schule: Wer wäre die entsprechende Galionsfigur, die man in Deutschland in einen „Empathie macht Schule“ Workshop einladen müsste?</strong></p>



<p><strong>Lukas Herrmann:</strong> In Deutschland ist es ein bisschen schwierig, wegen des Föderalismus. Obwohl Kalifornien ja auch nur ein Bundesstaat von vielen ist. Allerdings ist er so groß wie halb Deutschland. Leute zu finden, die das Projekt toll finden, ist auch nicht so sehr die Schwierigkeit. Wichtig wären Menschen mit großem gesellschaftlichen Einfluss, die das Empathietraining selbst in ihr Leben integrieren und dafür brennen, so etwas wirklich Fuß fassen zu lassen. Jemand, der die Inhalte lebt, verkörpert und ausstrahlt. Das braucht auch Mut und ist sicherlich nicht immer bequem. Ob man etwas verändert, merkt man ja auch an dem Widerstand, den man erst mal erntet. Denn dass Empathie wichtig ist – da stimmen alle zu und denken insgeheim: „Ich bin ja schon empathisch“. Aber was es für einen Einsatz benötigt, um die Strukturen zu schaffen, damit in Schulen wirklich empathischere Beziehungen stattfinden – das ist glaube ich wenigen klar.</p>



<p><strong>Empathie macht Schule: Danke für dieses Gespräch.</strong></p>
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		<title>Mette Miriam Böll wird im wissenschaftlichen Beirat das System in den Blick nehmen</title>
		<link>https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/mette-miriam-boell-das-groessere-ganze-das-system-im-blick-behalten-und-veraendern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[empathie macht schule.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2020 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alle beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[aus dem projekt]]></category>
		<category><![CDATA[aus der forschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mette Miriam Böll, promovierte Biologin, Mitgründerin und Geschäftsführerin des Centers for Systems Awareness und Gastforscherin am renommierten MIT, bringt die Systemperspektive in den wissenschaftlichen Beirat von „Empathie macht Schule“ ein: „Meine Mission ist es, zu einer tiefgreifenden Veränderung des Systems beizutragen, weil wir auf eine Welt voller ökologischer Herausforderungen [...]</p>
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<p>Mette Miriam Böll, promovierte Biologin, Mitgründerin und Geschäftsführerin des <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.systemsawareness.org/" target="_blank">Centers for Systems Awareness</a> und Gastforscherin am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT), bringt die Systemperspektive in den wissenschaftlichen Beirat von „Empathie macht Schule“ ein: „Meine Mission ist es, zu einer tiefgreifenden Veränderung des Systems beizutragen, weil wir auf eine Welt voller sozialer und ökologischer Herausforderungen reagieren müssen.“ Dazu ist es notwendig, neben der Grundlegung durch sozial-emotionale Kompetenzvermittlung auch dieses größere Ganze des Systems wahrzunehmen.</p>



<p>Bölls wissenschaftliche Forschung zielt ebenso wie die Ausbildungsprogrammen des von ihr geleiteten Zentrums darauf, dafür zu sensibilisieren, wie unser Selbst, die Anderen, die Gesellschaft und das größere Ganze der uns umgebenden Welt miteinander vernetzt und verbunden sind. Sie will vor allem Kinder und Jugendliche lehren, diese Vernetzungen und Verbindungen zu verstehen, sie in ihrem Handeln mitzuberücksichtigen und mit Mitgefühl auf sie zu reagieren; denn Kindern und Jugendlichen fällt es leichter, Neues zu lernen – und Programme, die sich an Kinder und Jugendliche wenden, gewinnen dadurch zugleich einen größeren Zeithorizont, um Veränderungsprozesse anzustoßen. Dass Böll selbst zwar schon immer eine passionierte Lernerin, aber nicht unbedingt eine einfache Schülerin war, hilft ihr vermutlich, Schule neu zu denken.</p>



<p>Das Besondere an dem Modellprojekt Empathie macht Schule ist, so Böll, die Erfahrung von Helle Jensen: „Die meisten Studien, die den Einfluss von Programmen zum sozial-emotionalen Lernen erforschen, haben keine Helle Jensen.“ Böll kennt und schätzt Helle Jensen seit vielen Jahren, sie haben sich im Rahmen ihrer kontemplativen Praxis und Ausbildung kennengelernt. Böll betont, dass sie deshalb vermultich voreingenommen sei. Doch auch wenn sie Helle mit Anderen erlebe, werde schnell deutlich, dass Schulleitungen ebenso wie Lehrerinnen und Lehrer ähnlich begeistert reagieren: „Sie spüren, dass Helles Worte auf tiefer Einsicht und Erfahrung beruhen“.</p>



<p>Wenn Böll Helle Jensen fragt: „Was ist mit dem größeren Ganzen, dem System?“, antwortet Jensen, dass das auch wichtig sei, dass ihre Kompetenzen aber in der Vermittlung jener sozial-emotionalen Grundlagen lägen. Böll hingegen betont, dass es darüber hinaus die Systemperspektive braucht. So ähnlich wie Achtsamkeit und Mitgefühl letztlich auf der Fähigkeit beruhen, Paradoxa auszuhalten – also zum Beispiel jemandem Gutes zu wünschen, den ich nicht mag – ist es auch mit der Fähigkeit, das System mitzubedenken: Auch hier geht es darum, gleichzeitig Verschiedenes sehen zu können, darunter auch das, was wir eigentlich nicht wahrhaben wollen. Für Böll ist dieses Wahrnehmen der Totalität, des größeren Ganzen („system awareness“) übrigens keine bloß intellektuelle Fähigkeit, sondern umfasst auch eine intuitive Komponente („sensing systems“). So ähnlich wie wir alle eine Vorstellung des Familiensystems haben, in dem wir leben oder als Kinder einmal gelebt haben, können wir Systeme intuitiv wahrnehmen, und sie, wenn wir uns dieser Systemwahrnehmungen bewusst werden, verändern.</p>



<p>Wir freuen uns, dass Böll diesen dreifachen Fokus – neben dem Fokus auf das Innere und das Gegenüber auch jenen auf das System – in den wissenschaftlichen Beirat unseres Modellprojekts einbringen und dem Team durch ihre jahrelange Forschungserfahrung unter anderem am MIT wie auch mit ihrer Erfahrung als Geschäftsführerin des Centers for Systems Awareness beratend zur Seite stehen wird.</p>
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		<title>Empathie macht Schule bei der Konferenz &#8222;Mindfulness in Schools&#8220;</title>
		<link>https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/empathie-macht-schule-bei-der-konferenz-mindfulness-in-schools/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[empathie macht schule.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2020 10:32:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alle beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[aus dem projekt]]></category>
		<category><![CDATA[aus der forschung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.empathie-macht-schule.de/?p=1683</guid>

					<description><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4619" src="https://archiv.empathie-macht-schule.de/wp-content/uploads/2020/09/presentation-at-mind-and-life-2020.png" alt="" width="845" height="473" /></p>
<p>Helle Jensen und Corina Aguilar-Raab haben das Projekt „Empathie macht Schule“ auf der Konferenz „Mindfulness in Schools“ vorgestellt. Veranstaltet wurde die Konferenz von Mind&#038;Life Europe, einer NGO, die vor mehr als 30 Jahren auf Initiative des 14. Dalai Lama, Tendzin Gyatsho, des Neurowissenschaftlers Francisco Varela und des Unternehmers Adam Engle gegründet wurde.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center"><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/W7oHTFGf_VE" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen="" width="640" height="359" frameborder="0"></iframe></p>



<p>Helle Jensen und Corina Aguilar-Raab haben das Projekt „Empathie macht Schule“ auf der Konferenz „Mindfulness in Schools“ vorgestellt. Veranstaltet wurde die Konferenz von <strong>Mind&amp;Life Europe</strong>, einer NGO, die vor mehr als 30 Jahren auf Initiative des 14. Dalai Lama, Tendzin Gyatsho, des Neurowissenschaftlers Francisco Varela und des Unternehmers Adam Engle gegründet wurde.</p>



<p>Mind&amp;Life vernetzt seit mehr als 30 Jahren Expertinnen, Akteure und Initiativen, um wissenschaftliche und kontemplative Perspektiven und Erkenntnisse zu verbinden. Ziel ist es, diese unterschiedlichen Weltzugänge zu nutzen, um ein tieferes Verständnis des menschlichen Bewusstseins zu erreichen, sowie die Entwicklung der Gesellschaft(en) zu größerem Wohlbefinden, Verbundenheit und Vernetzung zu fördern. Mind&amp;Life hat 2018 eine Initiative gestartet, um „kontemplative Bildung“ voranzutreiben: die  „<a href="https://www.mindandlife-europe.org/mle-initiatives/education-cce/">Community of Contemplative Education&#8220; (CEE)</a>.</p>



<p>In ihrer Präsentation betonen Helle Jensen und Corina Aguilar-Raab, dass das Projekt Empathie macht Schule auf zwei Säulen steht: der Umsetzung des Modellprojektes mit drei Berliner Grundschulen und der wissenschaftlichen Evaluation des Trainings.</p>



<p>Durch die Verbindung dieser beiden Bereiche wollen sie herausfinden, welchen Einfluss das Training auf die beteiligten Personen und das gesamte System Schule hat, inwiefern sich durch das Projekt die Atmosphäre in den Schulen, das Klassenklima ändert oder die konkreten Beziehungen zwischen Lehrpersonen und Kindern verbessern. Die Präsentation und der anschließende Austausch mit den teilnehmenden Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen geben einen ersten Einblick in das sich fortlaufend weiterentwickelnde Projekt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft is-resized"><a href="https://www.mindandlife-europe.org/mle-initiatives/education-cce/"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://ems.that-kundenserver.de/wp-content/uploads/2020/09/logo-mind-and-life-europe.png" alt="" width="161" height="53"/></a></figure></div>



<p class="has-light-gray-color has-text-color has-small-font-size"><br>Das Copyright des Videos liegt bei <a href="https://www.mindandlife-europe.org/mle-initiatives/education-cce/">CCE &amp; MLE</a> </p>
<p>The post <a href="https://www.empathie-macht-schule.de/alle-beitraege/empathie-macht-schule-bei-der-konferenz-mindfulness-in-schools/">Empathie macht Schule bei der Konferenz &#8222;Mindfulness in Schools&#8220;</a> appeared first on <a href="https://www.empathie-macht-schule.de">Empathie macht Schule</a>.</p>
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