29.05.2020 | ina rohde

Die Hände spüren – eine Übung

Ich habe mir Anfang des Jahres mein linkes Handgelenk gebrochen und da wurde mir bewusst, wie selbstverständlich ich bisher das Funktionieren meiner Hände in Anspruch genommen habe. Nun hatte ich Gelegenheit zu erfahren, was es bedeutet, die Hände nicht gleichermaßen benutzen zu können. Wie oft beide zusammenspielen, ohne dass ich mir darüber Gedanken gemacht habe, und wie sehr ich bei vielen Dingen beide Hände brauche. Diese Übung lädt dich dazu ein, dir deiner Hände bewusst(er) zu werden.

Beobachte deine Hände, als gehörten sie einem Fremden, so als ob du sie das erste Mal siehst. Betrachte sie sowohl in Aktion als auch in Ruhe. Unsere Hände können sehr viel, oftmals arbeiten sie scheinbar ohne unser Zutun.

Erforsche heute deine Hände, dabei kannst du zum Beispiel untersuchen:Wie arbeiten meine Hände? 
Arbeiten sie zusammen oder jede Hand für sich alleine?

Machen meine Hände bestimmte Gesten? 
Fuchtel ich mit ihnen manchmal herum oder wie begleiten sie mein Sprechen?

Wie fühlen sich meine Hände an? 

Sind sie warm oder kalt?

Fühle ich ein Strömen oder Pulsieren in ihnen? 

Oder spüre ich nichts? – Und wie fühlt sich dieses „Nichts“ an?

portrait Ina Rohde

Ina Rohde
Kinderkrankenschwester, Grundschullehrerin und Sonderpädagogin
Vermittlungsteam von Empathie macht Schule

Titelphoto „Hände“ von Marion Wiemers


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